Studienfahrt nach Auschwitz

Vom 2. bis 6. Juli 2026 unternahm das W-Seminar Geschichte des Gymnasiums Albertinum Coburg eine Studienfahrt nach Auschwitz/Oświęcim. Untergebracht in der Internationalen Begegnungsstätte setzte sich die Gruppe intensiv mit der Geschichte des Nationalsozialismus, dem Holocaust und der Verantwortung des Erinnerns auseinander. Auf dem Programm standen eine Stadtführung durch Oświęcim, bewegende Führungen durch das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz I sowie das Vernichtungslager Auschwitz II-Birkenau. In einem Workshop beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit den Lebens- und Überlebensgeschichten von Häftlingen am Beispiel der Zeitzeugin Zofia Posmysz. Besonders eindrucksvoll waren zudem die Kunstausstellung des ehemaligen Häftlings Marian Kołodziej im Kloster Harmęże sowie der Besuch des Gedenkmuseums „Bilder der Erinnerung – das Schicksal der Bewohner der Region Oświęcim“. Die unmittelbare Begegnung mit den historischen Orten machte die systematische Verfolgung und Ermordung von Millionen Menschen durch das nationalsozialistische Regime auf eindringliche Weise erfahrbar. Eine Schülerin brachte ihre Gedanken mit den Worten auf den Punkt: „Die Hoffnung zu überleben, hat die Funktionsfähigkeit des Lagers garantiert.“ Die Studienfahrt war für alle Beteiligten eine prägende Erfahrung und unterstrich die Bedeutung von Erinnerungskultur, Menschenwürde und demokratischer Verantwortung.